Chili con Carne Rezept

Chili con Carne Rezept

Alle Fans von Chili con Carne sind sich in einem Punkt einig: Das Gericht muss schön scharf sein. Vom eigenen Geschmack ist jedoch abhängig, für welche Sorte von Fleisch und weitere Zutaten sich der Koch entscheidet und die unbedingt dazu gehören. Nach den alten Traditionen gehört in ein Chili Con Carne Hackfleisch und damit das Gericht seine sämige Konsistenz erhält, sollte es krümelig angebraten werden. Im Chilistaat Texas findet hauptsächlich Rindfleisch Verwendung, denn es steht zu jeder Zeit zur Verfügung. Alternativ können genauso Wild und Schwein für das Gericht verwendet werden. Allein durch die unterschiedlich gewählten Fleischsorten, entsteht jedes Mal ein vollkommen anderes Chili con Carne.



Im US-amerikanischen Bundesstaat Texas kommen keinerlei Bohnen in ein Chili con Carne, denn dann würde es sich nicht mehr um das Staatsgericht handeln. Ganz anders hingegen sieht es in anderen Gegenden aus, wo die Bohnen keinesfalls im Gericht fehlen dürfen, um von einem Chili con Carne sprechen zu können und es sich nicht nur um einen ganz gewöhnlichen Fleischeintopf mit diversen Zutaten handelt. Hier werden bevorzugt Pintobohnen oder auch Kidneybohnen mit ins Chili con Carne gegeben.

Als das Fleisch noch sehr teuer war, fanden die Hülsenfrüchte in dieser Zeit ihre Verwendung und konnten somit das Fleisch ersetzen. Sie sind sehr reich an Eiweißen und bieten gleichzeitig eine sättigende Wirkung und sind somit der ideale Ersatz für Fleisch. Somit kann das Chili sogar vegetarisch zubereitet werden. Damit müssen auch nicht die Anhänger der fleischlosen Zubereitung auf das feurige Chili verzichten. Allerdings heißt das Gericht dann nicht mehr Chili con Carne, sondern Chili sin Carne. Hier werden zum Chili reichlich Gemüse und Bohnen dazu gegeben und je nach Geschmack des Kochs kann es genauso mit Sojagranulat oder Tofu zubereitet werden.

Richtig schön scharf muss ein Chili con Carne sein, doch gibt es viele verschiedene Chilisorten, die auch Unterschiede in ihrer Schärfe aufweisen. Besonders beim Kochen können einige Sorten ihre anfängliche Schärfe verlieren, wie zum Beispiel die Habaneros, die zwar fruchtig und scharf sind, jedoch beim Kochen ihr Aroma verlieren und somit eher ungeeignet für dieses Gericht sind. Gut geeignet sind dagegen die Sorten Pasilla, Ancho und Jalapeno, denn bei ihnen bleibt die Schärfe sogar beim Kochen erhalten, so dass ein wirklich feuriges Chili con Carne zubereitet werden kann.

Aber auch die Gewürze zum Abschmecken des Gerichts sind von Bedeutung, womit der Chiligeschmack noch richtig unterstrichen werden kann. Um den scharfen Geschmack richtig hervorheben zu können, verwenden die Experten des feurigen Eintopfs oftmals Tex-Mex-Gewürze, wie unter anderem Kreuzkümmel und Oregano. Hervorragend passt dazu natürlich der mexikanische Oregano, der zwar mit der europäischen Variante verwandt ist, jedoch wesentlich kräftiger im Geschmack ist.

Da heute ein besonderes Augenmerk auf die Gesundheit gelegt wird, finden sich eben auch viele unterschiedliche Rezepte für Chili con Carne. Es besteht heutzutage ein gestiegenes Gesundheitsbewusstsein und so entwickelte sich vor allem im Südwesten der USA das Southwestern Chicken Chili. Immer öfters wird heute dem so genannten Chicken Chili der Vorzug gewährt, denn hier werden Schweine- oder Rindfleisch ersetzt und stattdessen Geflügelfleisch gewählt. Ebenso werden die diversen Zutaten auf ein mehr bekömmliches, sozusagen schlankeres Chili getrimmt.

Eine ganz besondere Variation des Chili con Carne hat sich im Bundesstaat Ohio in der Stadt Cincinnati etabliert. Hier wird das Chili auf Spaghetti serviert und ein wenig geriebener Käse wird noch oben drauf gegeben, der sehr würzig ist. Ganz nach dem eigenen Geschmack des Kochs können noch rohe gehackte Zwiebeln dazu gegeben werden. Beim Chili Cincinnati Style hat jeder Chili-Koch seine eigene Rezeptur, die geheim bleibt, doch verwenden viele dabei Zimt, was vielleicht verwunderlich klingt, jedoch dem Chili con Carne wieder eine ganz eigene Note verleiht.